Kostenaufstellung Hausbau: Excel-Vorlage richtig aufbauen
Stand: Von Hausbau Excel, geprüft am 7. November 2026
Eine gute Kostenaufstellung für den Hausbau listet jede Position einzeln, in fünf Bereichen: Grundstück mit Kaufnebenkosten, Haus, Baunebenkosten, Außenanlagen sowie Küche, Möbel und Umzug. Je Position brauchst du mindestens drei Zahlen: deine Schätzung, den Betrag laut Angebot oder Rechnung und was schon bezahlt ist. In unserem Beispiel für ein 150-m²-Haus kommen so 741.363 € zusammen, davon 601.900 € ohne Grundstück (angenommene Zahlen).
| Bereiche einer Kostenaufstellung | Grundstück, Haus, Baunebenkosten, Außenanlagen, Küche/Möbel/Umzug |
|---|---|
| Spalten je Position (mindestens) | Schätzung, Angebot oder Rechnung, bezahlt |
| Beispiel 150 m², mit Grundstück (NRW) | 741.363 €Quelle: Hausbau-Excel-Kostenmodell 2026, angenommene Zahlen |
| davon ohne Grundstück | 601.900 €Quelle: Hausbau-Excel-Kostenmodell 2026, angenommene Zahlen |
| Kaufnebenkosten Grundstück im Beispiel (125.000 €, NRW) | 14.463 €Quelle: Verbraucherzentrale (Seite vom 06.11.2024, geprüft am 31.10.2026), Finanzamt NRW |
Inhalt

Du hast ein erstes Angebot für dein Haus und eine Zahl im Kopf, was die Bank finanzieren würde. Jetzt willst du wissen, ob das wirklich reicht. Genau dafür ist eine Kostenaufstellung da: eine Tabelle, in der jede Ausgabe bis zum Einzug steht, nicht nur der Hauspreis.
Eine gute Kostenaufstellung für den Hausbau gliedert alle Kosten in fünf Bereiche und führt je Position deine Schätzung, den Betrag laut Angebot oder Rechnung und den bezahlten Betrag. Im Beispiel unten kommen für ein 150-m²-Haus mit Grundstück in NRW 741.363 € zusammen, davon 601.900 € ohne Grundstück. Das sind angenommene Zahlen aus dem Hausbau-Excel-Kostenmodell 2026 (Modellannahmen, Preisentwicklung nach Destatis-Baupreisindex), Orientierung, keine Kostenschätzung eines Architekten. Stand: 07.11.2026.
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Was gehört in eine Kostenaufstellung für den Hausbau?
Alles, was du bis zum Einzug bezahlst. Der häufigste Fehler ist eine Tabelle, in der nur das Haus und das Grundstück stehen. Die Posten drumherum sind es, die ein Budget kippen lassen. Diese fünf Bereiche decken alles ab:
| Bereich | Typische Positionen |
|---|---|
| Grundstück | Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch, Makler (falls beteiligt) |
| Haus | Hauspreis laut Vertrag, Puffer für Mehrausstattung aus der Bemusterung, Sonderwünsche, PV-Anlage |
| Baunebenkosten | Architekt, Bauantrag, Erdarbeiten, Hausanschlüsse, Baustrom und Bauwasser, Versicherungen, Baubegleitung, Bereitstellungszinsen |
| Außenanlagen | Garage oder Carport, Einfahrt, Terrasse, Zäune, Garten |
| Küche, Möbel und Umzug | Küche, Möbel, Lampen, Umzug, Kleinkram |
Prüfe bei jedem Bereich, was dein Hausanbieter schon im Preis hat. Ob Baustrom, Bodenplatte oder Hausanschlüsse dabei sind, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Was nicht im Vertrag steht, gehört als eigene Zeile in deine Tabelle. Mehr zu den Posten neben dem Hauspreis steht im Artikel Baunebenkosten berechnen.
Welche Spalten braucht deine Baukosten-Tabelle?
Eine Liste mit einer Zahl pro Zeile reicht für die erste Planung. Sobald Angebote und Rechnungen kommen, brauchst du mehr. Diese Spalten haben sich bewährt:
| Spalte | Wofür |
|---|---|
| Position | Was genau, z. B. „Erdarbeiten inkl. Abfuhr“ |
| Schätzung | Deine erste Zahl, bevor es ein Angebot gibt |
| Angebot / Rechnung | Der echte Betrag, sobald er feststeht |
| Bezahlt | Was schon überwiesen ist |
| Abweichung | Angebot minus Schätzung, rechnet die Tabelle selbst |
| Offen | Was noch zu zahlen ist, rechnet die Tabelle selbst |
| Status / Notiz | geschätzt, angeboten, beauftragt, bezahlt; Ansprechpartner |
Warum drei Zahlen statt einer? Weil sie drei verschiedene Fragen beantworten. Die Schätzung sagt dir, womit du geplant hast. Angebot oder Rechnung sagen dir, was es wirklich kostet. Und „bezahlt“ sagt dir, wie viel Geld noch abfließen muss. Erst aus allen drei siehst du, ob dein Budget noch aufgeht.
Beispiel: Kostenaufstellung für ein 150-m²-Haus
Das Beispiel stammt aus dem Kostenmodell 2026: energieeffizientes Haus mit 150 m², schlüsselfertig, Doppelcarport, Grundstück mit 500 m² zu 250 €/m² in NRW. Alle Zahlen sind angenommen, die Einzelpositionen stehen im Artikel Hausbaukosten 2026.
| Bereich | Wichtigste Positionen im Beispiel | Summe |
|---|---|---|
| Grundstück | Kaufpreis 125.000 €, Makler 4.463 €, Grunderwerbsteuer NRW 6,5 % 8.125 €, Notar und Grundbuch 1.875 € | 139.463 € |
| Haus | Hauspreis 440.000 €, Puffer Mehrausstattung 10.000 €, PV mit Speicher 18.000 € | 468.000 € |
| Baunebenkosten | Erdarbeiten 25.000 €, Hausanschluss 10.000 €, Architekt 8.000 €, Bereitstellungszinsen 5.000 €, weitere 6.900 € | 54.900 € |
| Außenanlagen | Carport 20.000 €, Garten 10.000 €, Einfahrt 8.000 €, Terrasse 6.000 €, Zäune 3.000 € | 47.000 € |
| Küche, Möbel und Umzug | Küche 20.000 €, Möbel 8.000 €, Umzug 2.000 €, Kleinkram 2.000 € | 32.000 € |
| Gesamt | 741.363 € | |
| davon ohne Grundstück | 601.900 € |
Auffällig: Auf den Hauspreis von 440.000 € kommen im Beispiel noch über 300.000 € dazu. Ein großer Teil davon steht in keinem Hausangebot. Wer nur mit dem Hauspreis plant, merkt das zu spät.
So sieht eine einzelne Zeile über die Bauzeit aus, wieder mit angenommenen Zahlen:
| Position | Schätzung | Angebot | Bezahlt | Abweichung | Offen |
|---|---|---|---|---|---|
| Erdarbeiten | 25.000 € | 28.500 € | 10.000 € | +3.500 € | 18.500 € |
Die 3.500 € Abweichung musst du irgendwo ausgleichen, zum Beispiel aus dem Puffer. Steht der Puffer als eigene Zeile in der Tabelle, siehst du sofort, wie viel davon noch übrig ist.
Wie baust du die Kostenaufstellung Schritt für Schritt auf?
- Bereiche anlegen. Die fünf Bereiche aus der Tabelle oben, jeder mit Zwischensumme.
- Positionen eintragen. Lieber eine Zeile zu viel als eine zu wenig. Eine Position mit 0 € zeigt dir, dass du daran gedacht hast.
- Schätzungen einsetzen. Für eine erste Zahl hilft der Hausbaukosten-Rechner oder der Artikel Hausbau Kosten pro m². Rechne bis zum Angebot mit dem oberen Wert einer Spanne.
- Angebote nachtragen. Sobald ein Angebot da ist, kommt es in die eigene Spalte. Die Schätzung bleibt stehen, damit du die Abweichung siehst.
- Zahlungen pflegen. Jede Überweisung in „bezahlt“. So weißt du, was noch kommt.
- Puffer führen. Als eigene Zeile, die du bei jeder Mehrkostenrechnung herunterzählst.
- Finanzierung danebenlegen. Gesamtkosten minus Eigenkapital ist dein Kreditbedarf. Wie Rate und Zinsbindung wirken, steht im Artikel Baufinanzierung.
Hier platzen die meisten Budgets: typische Fehler
- Nur Haus und Grundstück eingetragen. Kaufnebenkosten, Erdarbeiten, Außenanlagen und Küche fehlen, und genau die kommen zum Schluss, wenn das Geld knapp ist.
- Nur eine Zahl je Zeile. Wer die Schätzung mit dem Angebot überschreibt, sieht nicht mehr, wo das Budget davonläuft.
- Kein Puffer oder ein Puffer, der nur im Kopf existiert. Ohne eigene Zeile wird er stillschweigend mehrfach ausgegeben.
- Leistungsumfang nicht geprüft. Baustrom, Baugrube oder Anschlüsse stehen mal im Hausvertrag, mal nicht. Lies die Baubeschreibung Zeile für Zeile gegen deine Tabelle.
- Mehrkosten aus der Bemusterung erst nach dem Termin eingetragen. Rechne Sonderwünsche vor dem Termin durch; die Hausbau-Checkliste (Excel) – 4,90 € hat dafür eine Spalte für geschätzte Mehrkosten je Punkt. Tipps zum Termin stehen im Artikel Bemusterung.
- Kaufnebenkosten aus dem Kredit geplant. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler fallen vor dem Bau an. Die Verbraucherzentrale nennt 3,5 % bis 6,5 % Grunderwerbsteuer je Bundesland und etwa 1 % bis 1,5 % für Notar und Grundbuch (Seite vom 06.11.2024, geprüft am 31.10.2026).
Welche Excel-Vorlage passt zu dir?
Du kannst die Tabelle selbst bauen; die Spalten oben reichen dafür. Wenn du nicht bei null anfangen willst, gibt es drei Vorlagen im Hausbau Excel, alle als normale .xlsx-Datei ohne Makros:
| Vorlage | Was drin ist | Für wen |
|---|---|---|
| Hausbau Excel Light, kostenlos | 60+ Kostenpositionen mit Schätzung, realen Kosten und bezahlten Beträgen, Budgetrechner für 1 Kredit; keine Preisspannen | Du willst die Struktur und füllst die Zahlen selbst |
| Hausbau Kostenaufstellung, 3,90 € | 60+ typische Kosten mit Spanne von/bis (Stand 2026) | Du willst wissen, womit du je Position rechnen musst |
| Hausbau Excel Pro, 8,90 € | Positionen mit Spannen, Schätzung, realen Kosten und bezahlten Beträgen, bis zu 3 Kredite, Cashflow-Prognose | Du willst Kosten und Finanzierung bis zum Einzug in einer Datei |
Die Spannen stammen aus dem Kostenmodell 2026 und sind Orientierung, keine Kostenschätzung eines Architekten. Einmalzahlung, kein Abo, 14 Tage Widerrufsrecht, auch nach dem Download.
Unsere Empfehlung: Starte mit dem kostenlosen Hausbau Excel Light, um die Struktur kennenzulernen. Wenn du für jede Position wissen willst, womit du realistisch rechnen musst, nimm die Hausbau Kostenaufstellung – 3,90 €. Wenn du zusätzlich Kredite, Raten und den Zahlungsfluss über die Bauzeit im Blick behalten willst, ist das Hausbau Excel Pro – 8,90 € die vollständige Lösung.
Quellen
- Hausbau-Excel-Kostenmodell 2026 (Modellannahmen, Preisentwicklung nach Destatis-Baupreisindex; Methodik und Quellen). Die Einzelpositionen im Beispiel sind Modellannahmen, keine amtlichen Zahlen. (abgerufen am )
- Verbraucherzentrale: Immobilienfinanzierung, so berechnest du, was du dir leisten kannst (Seite vom 06.11.2024): Grunderwerbsteuer 3,5 bis 6,5 %, Notar und Grundbuch 1 bis 1,5 %, Makler 3 bis 6 % plus MwSt. (abgerufen am )
- Finanzamt NRW: Grunderwerbsteuer (6,5 % für Verträge ab 01.01.2015) (abgerufen am )
Häufige Fragen
Was gehört in eine Kostenaufstellung für den Hausbau?
Alle Kosten bis zum Einzug, jeweils als eigene Position: Grundstück mit Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler, der Hauspreis mit Puffer für die Bemusterung, Baunebenkosten wie Architekt, Erdarbeiten, Hausanschlüsse, Baustrom und Versicherungen, Außenanlagen wie Einfahrt, Terrasse und Garten sowie Küche, Möbel und Umzug.
Gibt es eine kostenlose Excel-Vorlage für die Kostenaufstellung?
Ja. Das Hausbau Excel Light ist kostenlos und enthält 60+ Kostenpositionen, in die du Schätzung, reale Kosten und bezahlte Beträge einträgst, dazu einen Budgetrechner für einen Kredit. Du bestellst es kostenlos über den Warenkorb und bekommst den Download per E-Mail, ohne Newsletter-Anmeldung. Preisspannen von/bis für die Positionen sind in Light nicht enthalten; die stehen in der Hausbau Kostenaufstellung und im Hausbau Excel Pro.
Welche Spalten braucht eine Baukosten-Tabelle?
Mindestens Position, Schätzung, Betrag laut Angebot oder Rechnung und bezahlter Betrag. Daraus rechnet die Tabelle die Abweichung zur Schätzung und was noch offen ist. Hilfreich sind außerdem eine Spalte für den Status (geschätzt, angeboten, beauftragt, bezahlt) und eine für Notizen.
Wie viel Puffer sollte ich in der Kostenaufstellung einplanen?
Eine belastbare allgemeingültige Prozentzahl haben wir nicht gefunden. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Puffer als eigene Zeile in der Tabelle steht und du ihn bei jeder Mehrkostenrechnung herunterzählst. Im Beispiel auf dieser Seite sind 10.000 € für Mehrausstattung bei der Bemusterung eingeplant; das ist eine Annahme, kein Richtwert.
Excel oder Google Sheets für die Kostenaufstellung?
Beides geht. Unsere Vorlagen sind normale .xlsx-Dateien ohne Makros. Sie öffnen sich in Microsoft Excel und LibreOffice, und du kannst sie in Google Sheets importieren. Google Sheets ist praktisch, wenn ihr zu zweit an der Tabelle arbeitet.
Brauche ich die Gliederung nach DIN 276?
Nicht unbedingt. Architekten und Planer gliedern Kosten oft nach den Kostengruppen der DIN 276. Für deinen Überblick als Bauherr reicht eine einfache Gliederung nach Bereichen, solange keine Position fehlt. Wenn dein Architekt nach DIN 276 abrechnet, kannst du seine Kostengruppen als zusätzliche Spalte führen.
